österreich-reise.net

Österreich - Kärnten

Kärnten ist Österreichs südlichstes Bundesland - ein Bergland. Besser gesagt: Von Gebirgen eingerahmt. Von den Tauern, den Karawanken, den Gurktlalern und den Karnischen Alpen sowie einigen anderen prominenten Auffaltungen.

Doch seine natürliche geographische Mitte befindet sich im Klagenfurter Becken, zu dem sich alle Türen öffnen. Neben den wunderschönen Bergen, zeichnet sich Kärnten durch eine hohe Zahl an Seen und Teiche aus, welche die Landschaft mehr bestimmen, als die ringsum vorhandenen Berge.

So sind auch die Kärntner geprägt: keine harten Gebirgler wie im benachbarten Tirol, sondern oft heitere, oftmals südländisch temperamentvolle Tal- Bewohner.

Auch das Klima deutet nicht auf ein Berggebiet hin, sondern trägt charmant zum prachtvollen Bild Kärntens bei. Die statistischen Durchschnitte zeigen ungewöhnliche Werte für ein Gebiet in der Alpenregion, denn durch die südlich geöffnete Seite kommt die Sonne ungehindert rein, die zum Teil schon italienischen Charakter haben kann.

Die Mauer des Tauerngebierges im Norden schützt das Land vor kalten und feuchten Strömungen und die Nähe der Adria wirkt ausgleichend aufs Wetter.
Weitere, positive Auswirkungen hat dieses Klima auch auf die Kärntner Seen, denn diese sind für die Lage erstaunlich warm.

Lange Zeit dachte man, dass der Wörther See der wärmsten Alpensee in ganz Europa sei, doch diese Annahme bestätigte sich nicht. Es ist der Klopeiner See, der östlich von Klagenfurt gelegen ist und im Gegensatz zum Wörther See nur einen kleinen Wasserfleck zwischen den Kärntner Bergen ausmacht.

Eine Durchschnittstemperatur im Sommer von ca. 26° C macht sowohl den Klopeiner See, als auch den Wörther See zu einem echten Badevergnügen, besonders deswegen, weil bekannt ist, dass die Kärntner See nach einer lange Trübephase nun wieder Trinkwasserqualität besitzen.

Auch durch das Klima begünstigt wurde Kärnten hinsichtlich seines Kulturbodens. Wie in kaum einer anderen Bergregion findet man hier Zeugen von Kunst und Geschichte auf so dichtem Raum: Dome, Klöster, Alles kein Mangel.

In einer Reihe guter Museen lässt sich die Geschichte der Gegend lückenlos rekonstruieren.
Römisches zeigen die Ausgrabungen von Teurnia bei St. Peter im Holz zwischen Spittal und Möllbrücke, aber auch die Museen in Klagenfurt und Villach.

Volkskundliches bekommt man im Schlossmuseum von Spittal und ich Freilichtmuseum Maria Saal zu sehen.
Historisches, welches bis zur heutigen Zeit hinreicht, präsentiert vorbildlich das Landesmuseum in Klagenfurt.

Auch die österreicher haben ihre Riviera: das Nordufer des Wörther Sees. Alles, was die italienischen oder französischen Rivieras auszeichnet, ist auch hier zu finden- das warme Wasser, der Trubel, das mondäne Leben und die Spielbank. Weitere gehören zu einer Riviera Unterhaltung, Tanz und Flirt. Dieses findet man am Besten in Velden. ähnlich wie auf Mallorca steht in Velden ein Hotel neben dem Anderen, Discotheken neben Boutiquen, feine Restaurant neben biederen Kneipen und Bars neben Kabaretts. Neben all diesen Vergnügungsmöglichkeiten bietet Velden viele Wassersportmöglichkeiten, einen schönen Strand und einen der wunderschönsten Golfplätze österreichs.

Kaum weniger mondän als Velden ist Pörtschach. Hier finden regelmäßig Tanz-, Tennisturniere und weitere Kulturfestivals statt. Auch die feinere Welt trifft sich hier, um nachmittags im Café oder abends auf der Promenade die einzigartige Atmosphäre zu genießen.

Ein weiteres schönes Fleckchen Natur bietet dagegen Maria Wörth. Die Halbinsel ragt weit ins Wasser hinein und gilt allgemein als der schönste Fleck am Wörther See. Mit der Stadt verbinden die Kärntner ein historisch sehr wichtiges Ereignis. Hierhin siedelten die ersten Christen in Körnten, bauten ihre Kapelle "Maria Wörth" und gaben somit dem See den Namen. Auch heute noch stehen zwei sehenswerte Kirchen, besondern die uralte kleiner Winterkirche fehlt wegen ihrer romantischen Freske in keinem Handbuch der Baukunst.

Die Angrenzung an Slowenien und die daraus resultierende slowenische Minderheit, die in Kärnten lebt, haben dessen Kultur bedeutend geprägt. Auch in dieser Hinsicht unterscheidet sich Kärnten von den anderen Alpenregionen. Die Trachten sind farbenfroh und malerische, Tänze werden oft mit südlichem Talent vorgetragen.

Ein Beispiel für ein kulturelles Highlight ist das "Kufenstechen" am Pfingstmontag in Feistritz im Gailtal. Dabei galoppieren in schöner alter Tracht gekleidete Burschen auf einem ungesattelten Pferd an einer hohen Stange vorbei, die Holzfässchen trägt. Sie versuchen diese Kufe mit einem Schlag zu zertrümmern. Zum Schluss findet dann die Siegesfeier statt, bei dem getanzt und gelacht wird.

Diesen schönen Kärntner Brauch kann man bei Kirchweihen und sonstigen Festen auch in anderen Ortschaften finden, aber Feistritz macht jedes Jahr den Anfang.

Für Leute mit Wanderschuhen hat Kärnten natürlich auch noch etwas zu bieten. Eine Spezialität für Wanderer sind Spaziergänge am Seeufer. Dort, wo dicht am Wasser keine Straße entlangführt, findet man stets einen Spazierweg- einen der eben und bequem ist.


Das ist am Südwestufer des Millstätter Sees, wo man entlang des Ufers 15 km Wanderweg hat und auch am Weißensee mit 13 km Laufweg so. Für zahlreiche der kleinen Sees trifft dies ebenfalls zu: beispielsweise für den Keutschacher See, den Rauschelesee und den Hafnersee. Diese drei liegen südlich des Wörther Sees.

Wer Glück hat findet am Millstätter See ein kleines Bötchen, was einem, wenn man schon ein Stückchen gegangen ist wieder zum Startpunkt bringt.
Ein weiteres, schönes Ausflugsziel für eine Tages-Wandertour bietet der Weg vom Wörther See zum Ossiacher See. Sie spazieren von Velden über Kranzlhofen, Köstenberg und den Tauernteich den gleichen Weg, biegen dann aber links ab und wandern über das Tauerngestüt und Oberdorf und Köstenberg.

Dort kommen Sie wieder auf den alten Weg nach Velden zurück.
Eine zünftige Wanderung führt Sie von Millstatt in dreieinhalb Stunden hinauf zur Millstätter Hütte und in einer weiteren Stunde auf die Millstätter Alpen. Von dort aus haben Sie eine prächtige Aussicht.

Ein Netz von rund 50 km Wanderwegen in Höhen zwischen 1500 und 2000 Metern finden Sie auf den Sonnenalpen beim Nassfeld- dort wo man vom Kärntner Gailtal zum oberitalienischen Pontebba hinüberfährt. An diesem besagten Nassfeld gibt es einige Hotels, in denen Sie auch die Nacht verbringen könnten. Im Abstand von jeweils anderthalb Stunden sind Almen geöffnet, wo es frische Milch, Käse, eine herzhafte Jause und den hier beliebten Zirbengeist gibt.

Das Nassfeld liegt westlich der Fahrstraße. östlich davon erhebt sich der Gartnerkofel, vin dem aus Sie eine beeindruckende Tour auf den Gartnerkofel- Sattel machen können. Dort sieht man im Frühsommer eine botanische Sensation: die Wulfenia.
Dies ist eine strenggeschützte Blume, die schon vor 50-60 Millionen Jahren in diesem alpinischen Raum wuchs und nun als überbleibsel aus dieser Zeit gilt.
In ganz Europa blüht sie nur noch an diesem einen Ort, zu dem sich eine Wanderung allemal lohnt.

Ein weiteres Ausflugsziel für die ganze Familie ist die Burg Hochosterwitz, welche als "Heiliger Berg" des Landes Kärntens gilt. Jeder Kärntner und auch jeder Besucher muss einmal dort gewesen sein, alleine schon, um die einmalige Aussicht zu genießen. Auf diesem Berg steht eine Burg, wie in einem Märchen, aus dessen Spitze, den Felssockeln sich Befestigungsanlagen aus dem 16. Jahrhundert türmen.

Sie sind hervorragend erhalten, denn die Burg wurde aufgrund ihrer Lage nie angegriffen geschweige denn gestürmt.
Der steile, geschlängelte, 600 m lange Weg zum Plateau hinauf führt durch nicht weniger als 14 schwer gesicherte Torgebäude.
Außerdem bietet die Burg allerlei interessante Sammlungen, wie Waffen, Rüstungen, Münzen und Kunstwerke, wie auch eine Kapelle mit gotischen Fresken.
Sehr spannend ist die Tatsache, dass die Familie der Erbauer, Familie Khevenhüller auch heute noch in der Burg wohnt.

Zum Schluss noch einige Städte und Denkmäler, die Sie bei Besuchen des Landes Kärntens nicht außer Acht lassen dürfen.
Obervellach, das Maltatal, Gmünd, Möllbrücke, der Weißensee, Spittal an der Drau, Millstatt, die Turracher Höhe, Gurk, Straßburg, Friesach, Klagenfurt, Hochosterwitz, St. Veit, Maria Saal, der Klpeiner See, Eisenkappeln, Wildenstein, feldkirchen, Ossiach, der Wörher See, Wildpark Rosegg, Villach und Fusine (Italien).

Kärnten- das südlichste, vermutlich schönste und farbenreichste Bundesland Österreichs - verpassen Sie es nicht.