Am Zusammenfluss von Steyr und Enns liegt die Stadt Steyr, deren Entwicklung bis zum heutigen Tag mit
dem Eisen verbunden ist. Als Statutarstadt im Bundesland Oberösterreich liegt Steyr an der Grenze
zu Niederösterreich. Mit knapp 39.000 Einwohnern ist Steyr für eine Bezirkhauptmannschaft eine sehr
kleine Stadt.
Am Fuße der einst beherrschenden "Stiraburg", wuchs die Siedlung, die 1287 zur Stadt erhoben wurde.
Erzlieferungen vom Erzberg und Eisenverarbeitung begründeten den Wohlstand, der sich noch heute in
der prächtigen Altstadt widerspiegelt.
Mit der Gründung der Steyrwerke durch Josef Werndl in der 2. Hälfte des 19 Jahrhunderts vollzog sich
der Wandel zu einem der wichtigsten Industriestandorte in Oberösterreich. Stadterweiterungen
vollzogen sich jenseits der Flüsse Enns und Steyr, so dass der Stadtkern heute ein geschlossenes
Bild von mittelalterlichen und barocken Bürgerhäusern bietet. Ein Stadtrundgang sollte auf jeden
Fall zum Bummerlhaus führen, das als schönstes spätgotisches Bauwerk Österreichs gilt.
Ebenfalls am Stadtplatz ist das Rathaus mit einer faszinierenden Rokokofassade zu finden. Am Grünmarkt
steht das Innerberger Stadel, ursprünglich ein Getreidespeicher, beherbergt es heute das Städtische
Museum.
Im Wallfahrtsort Christkindl wird alljährlich zur Weihnachtszeit ein Sonderpostamt eingerichtet. Die
Kirche ist ein eindrucksvoller Barockbau, der von Jakob Prandtauer vollendet wurde.
Die Wichtigkeit Steyrs als Industriestadt wird auch in dem im Stadtkern befindlichen Werndl-Denkmal deutlich.
Auch hat die Stadt, aufgrund dieser Tatsache passende Museen, wie zum Beispiel das Museum Industrieller
Arbeitswelt oder das Stadtmuseum mit Sensenhammer und Petermandlscher Messersammlung
gegründet.
Steyr ist somit eine wunderschöne Stadt, mit vielen kunstvoll errichteten Bauwerken und vielen
geschichtlichen Erinnerungen - immer eine Reise wert.